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DANCE STARS Magazin | 01.2014

D i e S c h r i f t f ü h r e r i n i m G r ü n - G o l d - C l u b B r e m e n | 47DanceStars | Das Tanzmagazin aus Bremen mehr genügend Tänzer zusammenbekommen haben, wurde eine Formationsgemeinschaft mit dem BTSC gegründet. Nach einer Sai- son in dieser Formationsgemeinschaft und einer weiteren Saison in Nienburg bin ich schließlich beim GGC gelandet. Und das noch zu einer Zeit, in der Castings gerade erst im Kommen waren und die- ses Vereinshopping – zumindest aus meiner Perspektive – noch nicht so verbreitet war. Auch wenn ich meinen ersten Verein wohl nicht verlassen hätte, wenn wir weiterhin genügend Leute für eine Formation gefunden hätten, so bin ich wirklich sehr froh, dass es alles so gekommen ist. Denn auch wenn der GGC nicht der erste Verein ist, für den ich getanzt habe, so ist er doch garantiert zu mei- nem „Heimatverein“ geworden. Die Saison 2004/2005 war dann also meine erste Saison im B-Team und gleichzeitig die erste Saison, in der das B-Team 3. auf der Deut- schen Meisterschaft wurde. Diese Saison wird wohl immer etwas ganz besonderes für mich bleiben. Die erste Saison für den GGC, die erste Saison im B-Team, die erste Deutsche Meisterschaft und die erste Medaille, die ich mit nach Hause nehmen konnte. 2009/2010 habe ich dann endgültig beschlossen, dass es Zeit wird, den berühmten Nagel rauszuholen, an dem die Tanzschuhe aufge- hängt werden. Nach sechs Jahren im B-Team und sechs Jahren Pen- delei zwischen Bremen und Hannover wurde es Zeit. Rocky war dann meine letzte aktive Saison. Da ich mich aber trotzdem immer noch sehr verbunden mit dem Verein und ganz besonders mit dem B-Team gefühlt habe, war auf- hören und dem Ganzen einfach den Rücken zuzukehren keine Op- tion. Ich bin also weiterhin „meinem“ B-Team treu geblieben und habe sehr eng verfolgt, wie es mit der Mannschaft weitergeht. Ich habe aber die ganze Zeit über in Hannover gewohnt und bin gependelt, so dass ein Engagement über das B-Team hinaus etwas schwierig für mich geworden wäre. Ich war mir aber immer sicher, dass ich mich - wenn ich irgendwann nach Bremen ziehe – sehr gerne mehr für den Verein engagieren wollte. Während meiner aktiven Zeit wurde wirklich viel vom Verein für uns Tänzer getan. Wir wurden umsorgt, es wurde so gut wie alles für uns organisiert, so dass wir die Möglichkeit hatten, unsere ganze Energie in das Tanzen, in das Training und in die Mannschaft zu stecken. Auch das hat dazu beigetragen, dass ich persönlich die Möglichkeit hatte, eine ganz besondere Zeit mit ganz vielen tollen Menschen zu erleben. So, warum ich das jetzt alles geschrieben habe? 1. Weil ich immer, wenn ich an diese Zeit zurückdenke, ein wenig in Erinnerungen schwelge…das ist wohl ein Zeichen dafür, dass es wirklich gut war! 2. Weil das alles zusammen meine Motivation dafür ist, dass ich heute im Vorstand des GGC bin. Als ich im B-Team angefangen habe zu tanzen, wusste ich, dass die Leistung der Tänzer, die vor mir im B-Team waren, dafür gesorgt hat, dass ich jetzt dort stehen und diese Erfolge feiern kann. Und dass es Menschen gibt, die „drumherum“ dafür sorgen, es uns Tänzern so angenehm und leicht wie möglich zu machen. Heute gehöre ich zu den alten Tänzern des B-Teams, die den Weg für die heutigen Tänzer bereitet haben. Dann kann ich heute auch zu denen gehören, die für die heutige Aktiven versuchen so viel wie möglich zu tun, um ihnen auch die Möglichkeit zu geben, sich voll und ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren: Das Tanzen. Ich habe ja schon beschrieben, wie besonders diese erste Saison in Bremen für mich war (das soll aber die anderen nicht schmälern) und dieses Gefühl, die erste Medaille auf meiner ersten Deutschen Meisterschaft zu bekommen, ist auch in der Erinnerung noch un- beschreiblich. Heute gibt es neue junge Tänzer und Tänzerinnen. Die sich mit dem gleichen Feuereifer in dieses verrückte Tanzgeschehen stürzen. Die heute ihre erste Saison haben. Die heute vielleicht ihr erstes Turnier tanzen. Die IHRE erste Medaille bekommen. Und die es ge- nauso verdient haben, sich voll und ganz darauf konzentrieren zu können und demnach genauso viel Unterstützung verdienen, wie ich sie damals auch bekommen habe. Von meinen Trainern, von meiner Mannschaft und von meinem Verein. So viel zum Tanzen und was mich motiviert im Vorstand mitzuar- beiten. Was gibt’s sonst noch zu erzählen? Vielleicht noch etwas Persönli- ches, das mal nichts mit Tanzen zu hat. Anfang 2012 habe ich mich entschieden, dass es Zeit für Veränderungen ist. Also habe ich mich entschlossen, meinen Job zu kündigen und mit meiner Schwester einen dreimonatigen Trip nach Südostasien und Australien zu ma- chen. Und ich muss sagen, das war die zweite beste Entscheidung meines Lebens. Die erste war das Tanzen. Wir haben uns dann also mit unserem Rucksack aufgemacht, um die Welt zu entdecken und das hat uns nach Thailand, Laos, Kam- bodscha, Singapur, Malaysia, Indonesien und Australien geführt. Zurück kamen wir mit einem Haufen großartiger Erfahrungen, zwei Tauchscheinen und vielen Begegnungen mit tollen, interessanten Menschen aus den verschiedensten Ecken dieser Welt. Um jetzt hier wieder den Kreis zum Tanzen zu schließen - nach- dem wir von der Reise zurückkamen, fand ich, dass es nun viel- leicht doch Zeit ist, nach Bremen zu ziehen. Ziemlich verrückt, ich habe ja schließlich längst nicht mehr getanzt. Nachdem es dann aber auch mit einem Job in Bremen geklappt hat, stand dem nichts mehr im Weg. Und wie es der Zufall so will, wurde zu diesem Zeit- punkt auch noch ein Posten im Vorstand des GGC frei. So kam eins zum anderen und seit April 2013 bin ich Schriftführerin im GGC. Und der Vorstand des GGC ist froh und dankbar, in Patrizia Corallo eine so engagierte und professionelle Schriftführerin gefunden zu haben! « „Patty“ in action in „ihrer“ Formation

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