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DANCE STARS Magazin | 02.2013

22 | DanceSta rs | Das Tanzmagazin aus Bremen „ M u g l e r Fo l l i e s “ i n P a r i s nach endlosen Streitereien von seinem ei- genen Label, wurde durch Jungdesigner Nichola Formichetti ersetzt und es wurde still. Das Sternsymbol von „Angel“ ziert heute eine lieblose Kollektion von Hand- taschen, die in den Eingangshallen gro- ßer Kaufhäuser hängen. Thierry Mugler zog sich zurück, malträtierte seinen Kör- per mit Schönheitsoperationen und Body- building, wandelte sich selbst zu einer seiner Comic Figuren. Und machte erste Schritte in Richtung Showbusiness. Ohne seinen berühmten Namen groß in den Vordergrund zu drängen arbeitete er für einige französische Theaterproduktionen, drehte Musikvideos für George Michael, war künstlerischer Berater und Designer für Beyonce's Welttournee und entwarf die Ko- stüme für „Zuma- nity“, die erotischste und dem Cabaret ähnlichste Show aus dem Cirque du Soleil Show- Repertoire. Eine ganze Szene aus „Zumanity“ mit dem Namen "Extravaganza" durfte Thierry Mugler selbst inszenieren. Der nächste Schritt scheint also ganz natürlich: eine kom- plette Mugler Show! Ein bizarr- erotisch- verrücktes Fashion-Revue Spektakel, eine Follie! Maja und Iga Kowalczyk, identische Zwil- linge aus Polen, sind dabei! Maja hat frü- her am Lido in Paris getanzt, Iga in Berlin beim ZDF-Ballett. „Wir wollten endlich wieder gemeinsam in einer Show auftre- ten. Manfred Mugler hat uns als Doppel- akt engagiert“, freuen sie sich. Die Proben haben gerade erst begonnen, in gut 6 Wochen muss eine ganze Show aus Tänzern, Akrobaten, Sängern und Mo- dels auf die Beine gestellt werden. De- tails wollen die beiden Mädchen nicht verraten, alles ist streng geheim, aber „die Kostüme sind unglaublich und wir sind sehr aufgeregt. Und sehr stolz! Diese Show wird wie nichts zuvor in Paris!!“ Dann müssen sie wieder zurück auf die Bühne, die Girlreihe in schwin- delerregenden Plateaustiefeln muss per- fektioniert werden. In ersten Videofilmen und Fotos glaubt man den Einfluss des Cirque du Soleil zu erkennen. Und einen starken Bezug zu den 80er Jahren. Viel Latex, Neonlichter und das berühmte Sternsymbol gehören dazu, etwas Break- dance, Poledance, Travestie, Nachtclub Ästhetik, Provokation. Und es fällt auf: auch wenn Mugler seit neun Jahren keine eigenen Kollektionen mehr zeigt, sein Stil war ein ganz eigener, außergewöhn- licher und hat sich deutlich eingeprägt. Er ist bis heute unverwechselbar. Nun bleibt abzuwarten, ob „Mugler Fol- lies“ ein reines Kostümspektakel wird oder tatsächlich neue Maßstäbe in der Tanzwelt setzt. Das Menu für die Dinner- gäste kommt vom Nobelrestaurant Le Fouquet's auf der Champs Elysées, wo einst Präsident Nicholas Sarkozy eine gewisse Carla Bruni ken- nenlernte. Eines ist sicher: in einer mode-verrückten Stadt wie Paris wird „Mug- ler Follies“ die Konkurrenz unter den Cabarets und den Kampf um Touristen noch einmal ordentlich verschär- fen. www.muglerfollies.com In der Mode-Welt seit Jahren- zehnten ein Provokateur - Thierry Mugler will mit sei- ner neuen Cabaret-Show Paris erobern

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