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DANCE STARS Magazin | 02.2013

| 21DanceStars | Das Tanzmagazin aus Bremen aris ist die Stadt der Lich- ter, die Stadt der Liebe... und des Cabaret! Neben den drei berühmte- sten Revue-Tempeln, dem Moulin Rouge, dem Lido und dem Crazy Horse, listet die Zeitschrift L'officiel des spectacle, eine Art Handbuch des nächtlichen En- tertainments, an die 30 kleinere und grö- ßere Dinner-Shows auf. Kultige, wie die Travestie Show "Chez Michou", abgedro- schene wie "La Nouvelle Eve" in Pigalle und historisch traditionelle wie die win- zige Kellerbar "Les Trois Maillets", alle buhlen um die Gunst der fast 30 Millio- nen Touristen, die jährlich nach Paris strömen. Und immer noch, so scheint es, ist der Markt nicht ausgeschöpft. Im De- zember wird die Pariser Show-Welt um eine weitere Attraktion reicher: „Mugler Follies“ hat am 10.12.13 Premiere. Hinter dem Regisseur und createur ex- traordinaire Manfred Mugler verbirgt sich kein anderer als Modedesigner Thierry Mugler, der nach einigen physi- schen und beruflichen Metamorphosen nun seinen ersten Vornamen bevorzugt und sich neu erfindet ... als Chef einer Cabaret Show! Die Wandlung ist überra- schend, doch bei genauerem Hinsehen beinahe kontinuierlich: Thierry Mugler war als junger Mann selbst vier Jahre lang professioneller Tänzer an der Opéra du Rhin, studierte nebenher Mode in seiner Geburtsstadt Straßburg und rutschte eher zufällig, dank seines exal- tierten privaten Kleidungsstils, in die De- signerbranche. In den achtziger und neunziger Jahren gehörte sein Modela- bel zu den erfolgreichsten und innova- tivsten - auch den provokativsten. Die Mugler Frauen auf dem Laufsteg waren hypersexualisierte Wesen, Göttinnen in Latex, mysteriöse Außerirdische, comic- hafte Superheldinnen. Scharfe Korsetts mit harten Kanten, beinahe wie Rüstun- gen, spitzen Schultern und extrem ak- zentuierten Hüften sind sein Marken- zeichen. Seinen größten Erfolg feierte Thierry Mugler in der Parfumbranche. Der 1992 lancierte Duft „Angel“ war ein Skandal und eine Revolution, Essenzen, die noch nie zuvor so gemischt wurden, sowohl modrig als auch zuckersüß, wie ein Vampir, der statt Blut heiße Schoko- lade getrunken hat. „Angel“ symboli- sierte perfekt den Hedonismus der frühen 90 Jahre vor Minimalismus und Fi- nanzkrise, löste eine Welle von Produkt- kopien aus und zählt auch heute noch zu den meistverkauften Parfums weltweit. Doch Muglers Zusammenarbeit mit dem Beautykonzern Clarins endete im Desa- ster. Vor neun Jahren löste sich Mugler P TEXT SUSANNE FROST ler Follies! Follies! C’est la Mugler Follies! „ M u g l e r Fo l l i e s “ i n P a r i s

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