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DANCE STARS Magazin | 01.2013

20 | DanceSta rs | Das Tanzmagazin aus Bremen D a n c i n g o n T V - S M A S H enn in den Garderoben, im Probensaal, in der Hinterbühne gestichelt, gelästert und gelacht wird, wenn der Direktor die Nerven verliert und die General- probe zur Katastrophe mutiert, gibt es immer jemanden, der sagt: „Irgendwer müsste das hier filmen!“ Einmal das wahre Leben dieser besonderen Spezies „Showpeople“ dokumentieren, hinter die Kulissen blicken, dem Publikum diese Welt zeigen, mit all ihrem Wahnsinn. Genau das möchte die TV-Serie „SMASH“ jetzt tun: Den Vorhang lüften und uns ein- weihen in die Geheimnisse einer Broad- way-Produktion. Immer wieder hat es Filme gegeben, die versuchen, dieses ganz besondere Thea- ter-Milieu einzufangen, sei es Fame, Cen- ter Stage, Moulin Rouge oder Chorus Line. In letzter Zeit, scheint es, haben Sendungen wie Glee, Let‘s Dance oder X- Factor Singen und Tanzen bei einer jün- geren Generation wieder populär ge- macht. SMASH springt auf diese Welle auf, möchte aber ganz ernsthaft zeigen, wie Showbusiness als Beruf aussieht. Der Zuschauer erfährt, wie aus einer da- hergesagten Bemerkung eine Idee ent- steht, die Autoren an einer Tafel Szenen und Lieder hin und her schieben, Tänzer in unbezahlten Workshops arbeiten, in der Hoffnung auf einen richtigen Vertrag. Schließlich, wie in eleganten Bars und Restaurants die Produzenten potentielle Investoren umgarnen und auserwählte Informationshäppchen an die Presse zu- spielen. Zu alldem gibt New York die perfekte Kulisse mit dem glitzernden Time Square, den luxuriösen Lofts der Stars und den düsteren Studios der Gruppentänzer. Zu Beginn begegnen wir den erfolgrei- chen Musical-Autoren Julia Houston und Tom Levitt (Debra Messings aus der Serie Will und Grace und Christian Borle, zuletzt in Legally Blond am Broad- way) die davon träumen, ein Musical über das Leben von Marilyn Monroe zu schreiben. Jack Davenport, bekannt aus den Piraten der Karibik Filmen, spielt einen cholerischen, doch genialen Re- gisseur, der ein Problem mit Frauen hat. Die Figur ist stark an Bob Fosse ange- lehnt, der bekanntermaßen mit all seinen Schauspielerinnen Affären hatte. Der Hauptfokus liegt jedoch auf dem er- bitterten Konkurrenzkampf zweier Schauspielerinnen um die Rolle der Ma- rilyn. Ivy Lee, die zehn Jahre Ensemble- Erfahrung mitbringt und Karen Cartwright, ein Landei aus Iowa, die reichlich naiv in ihren ersten Erfolg stol- pert. Megan Hilty (Ivy) ist auch im wah- ren Leben ein echter Broadway Star, zuletzt war sie die Hexe Glinda in „Wik- ked“. Die Rolle der braven Karen spielt Katherine McPhee, die 2006 knapp die Castingshow „American Idol“ verlor und Alles TV, oder was? W TEXT SUSANNE FROST

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