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DANCE STARS Magazin | 02.2012

16 | DanceSta rs | Das Tanzmagazin aus Bremen „ T h e H o u s e o f D a n c i n g W a t e r s “ eit die portugiesische Kolonie Macau im Jahre 1999 an China zurückgegeben wurde, entstand beflügelt vom Glücksspiel - das auf dem Festland China verboten ist - eine aufregende Parallelwelt: das „Las Vegas des Ostens“. Eine glitzernde bunte Casino Stadt. Auf kleinster Fläche und in kürzester Zeit schossen hier Skyscra- per hoch hinaus, Spielhallen in der Größe von sieben Fussballfel- dern blinken und piepsen Tag und Nacht. Im Mega-Hotel „The Venetian“ wurde die gesamte Altstadt Venedigs nachgebaut, mit- samt Marcusplatz, künstlichen Kanälen und chinesischen Gondo- lieri, die „O Sole Mio“ singend durch eine gigantische Shoppingmall fahren. Innerhalb der letzten paar Jahre hat sich der Touristenandrang verzehnfacht und Macau wird in absehbarer Zeit Las Vegas weit überholt haben. China ist im Kommen und China macht alles ausschließlich in Superlativen. Die extra für Macau massgeschneiderte Wasser-Circus-Tanz-Thea- ter-Show „The House of Dancing Waters“ ist also selbstverständlich nichts weniger als ein alle Maßstäbe brechendes $ 250 Billionen Über-Spektakel. Franco Dragone, einer der ersten Mitbegründer S der heute weltumgreifenden Entertainment - Maschinerie Cirque du Soleil, darf sich wohl als derzeit wichtigster und erfolgreichster Showproduzent überhaupt bezeichnen. Die legendären und revo- lutionären Cirque - Shows „Saltimbanco“, „Alegria“ und „Quidam“, so wie „O“, „La Reve“ und die Celine Dion Show in Las Vegas gehen alle auf das Konto dieses kreativen Genies, dessen Ideenflut scheinbar aus einer nie versiegenden Quelle sprudelt. Er hat das Gesicht des Cirque du Soleil geprägt und die Welt des Entertain- ment auf eine ganz neue Ebene erhoben. „The House of Dancing Waters“, die neueste für Macaus City of Dreams Komplex designte Show durfte dementsprechend gar nichts anderes als die „teuerste, innovativste und atemberaubendste Show der Welt“ werden. Und das ist gelungen! Das extra gebaute 260° Theater, von Sandi Pei, dem Sohn des be- rühmten Architekten Ieoh Ming Pei entworfen, umfasst einen 8 m tiefen Pool gefüllt mit etwa 17 Millionen Liter Wasser - das sind 5 olympische Schwimmbecken! 11 hydraulische Aufzüge können die- sen Pool in weniger als einer Minute in einen festen Bühnenboden verwandeln, der innerhalb von Sekunden trocknet und darüber hin- aus noch 239 Wasserfontänen mit einer Höhe von bis zu 18 Metern sprudeln lässt. Zahlen und Fakten, die schwindlig machen. Die Show ist ein 80-minütiger Adrenalin-Kick aus Akrobatik, Theater, Ballett, Kung Fu, Motocross, Tauchen und Turmspringen. Ein Zu- sammenreffen von chinesischer und westlicher Kultur - ein riesiger East meets West Blockbuster! In einem äußerst poetischen Prolog steuert ein winziges traditionelles Fischerboot durch idyllische chi- nesische Landschaften, aus denen nach und nach das neue mo- derne China hoch hinauswächst: die Skyline von HongKong, der Fernsehturm von Shanghai bis plötzlich direkt auf das Publikum zu ein lebensgroßer Jet startet, hinein in die Zukunft. Und schon taucht in einem der spektakulärsten Bilder des Abends aus der Tiefe ein riesiges Piratenschiff auf. In der Takelage flitzen die Artisten hinauf und hinunter und stürzen sich aus unglaublichen Höhen von bis zu Waghalsige Sprünge aus schwindelerregender Höhe des „Piratenschiffes“ lassen den Zuschauern von „The House of Dancing Waters“ den Atem stocken. Architektonisch und vom Lichtambiente setzt Macau neue Maßstäbe.

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