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DANCE STARS Magazin | 01.2012

8 | DanceSta rs | Das Tanzmagazin aus Bremen ückblende Dezember 2011. Da standen sie nun wie die begossenen Pudel in Reih und Glied bei der WM in Litauen. Neue, mit Höchst- schwierigkeiten gespickte Choreografie und dann das – Platz vier, sogar noch hinter der nationalen Kon- kurrenz aus Aachen/Düsseldorf. Das kann man getrost als Schlag ins Kontor bewerten und dementsprechend sahen alle Grün-Goldenen auch aus. Keiner, aber auch wirklich gar keiner hatte damit gerechnet, zumal man noch 14 Tage vorher glanzvoll mit allen Einsen die Deutsche Meisterschaft gewonnen hatte. Doch es half alles nichts, das in- ternationale Wertungsgericht hatte so entschieden, nicht eindeutig aber in der Summe dann eben doch auf dem un- dankbaren vierten Platz. Damit hatte das Flaggschiff des GGC das schlech- teste internationale Ergebnis eingefah- ren, seitdem sie an grenzüber- schreitenden Wettkämpfen teilnehmen. Doch bange machen galt nicht, in nur zwei Wochen ging es mit der Bundesligasaison los. Also kurz geschüttelt und weiter geht’s. Denn wer Roberto und seinen Trainerstab kennt weiß, dass sie das zwar im ersten Mo- ment schwer mitgenommen sind, sie dann aber doch schnell die Kurve kriegen und ihren Fokus in die Zukunft richten. Beim Bundesligastart vor heimischer Kulisse in Bremen, vor den größten und treuesten Fans, sollte wieder der alte Glanz erstrahlen und ein Feuerwerk des Lateintanzens auf dem Parkett abgebrannt werden. Dafür wurde das Training noch einmal angezogen und die Choreografie im Detail verfeinert. Dann endlich war es soweit, erstes Aufein- andertreffen der acht besten Lateinforma- tionen Deutschlands. Das durchwachsene Ergebnis der WM hatte noch mal dafür ge- sorgt, dass der Kartenverkauf anzog und die C o v e r s t o r y | D a s G G C A - T e a m Immer einmal mehr als man hinfällt! aufstehen, Die Achterbahnfahrt des GGC Flaggschiffs. R Halle brechend voll war. Jeder wollte die Bremer Lokalmatadoren unterstützen. Die brannten darauf, Wiedergutmachung zu be- treiben und sich selbst und ihren Trainern zu zeigen, wo der Hammer hängt. Sie tanz- ten als wenn es kein Morgen gäbe und überzeugten vom ersten Takt an. Dies sahen auch die Wertungsrichter so und zogen sieben Mal die Bestnote Eins. Ein Auftakt nach Maß. Auch zwei Wochen spä- ter in Bremerhaven gewannen sie mit fünf von sieben möglichen Einsen. Allerdings mussten sie sich zwei der begehrten Best- noten von der Formationsgemeinschaft Aa- chen/Düsseldorf abknüpfen lassen. Eigent- lich wollten sie hier das Ergebnis aus Bre- men zementieren, doch die sonst so ge- wohnte Souveränität hatte leichte Risse bekommen. Die Konkurrenz aus Aachen/ TEXT LARS KÜCK FOTOS LARSHENDRIKVOGEL.COM Düsseldorf schien ihre Chance zu wittern. Doch in Dorsten sollte alles wieder besser werden. Jetzt nur nicht aufstecken und sich aus dem Konzept bringen lassen. Wir sind die Deutschen Meister! Doch dann kam die bittere Überraschung – vier Zweien und nur drei Einsen. Was bei der DM im letzten No- vember niemand für möglich gehalten hatte, war geschehen. Die Deutschen Mei- ster waren im Großen Finale nicht zwin- gend genug und hatten dafür vom Wertungsgericht die Quittung bekommen. Aachen/Düsseldorf sah sich zu diesem Zeit- punkt klar auf der Siegerstraße. Sie hatten den Spieß umgedreht und waren nun voll in der Erfolgsspur. Dachten sie… Denn wie heißt es so schön?

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