Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DANCE STARS Magazin | 01.2012

D e r S p o r t p h y s i o t h e r a p e u t H e i n e r W o l k e n | 43DanceStars | Das Tanzmagazin aus Bremen und alles ins Auto verfrachten. „Hab’ ich wirklich alles?“ … Jetzt schnell zum Busunternehmer, denn da kann ich mein Auto besser abstellen und muss nicht so weit schleppen. Okay, dann muss ich auch eine dreiviertel Stunde vor der eigentlichen Abfahrt des Teams da sein, aber es ist einfach besser. Nachdem der Busfahrer und ich noch einen Kaffee getrunken haben, geht es los (eine Tän- zerin hatte die gleiche Idee, einen Tänzer laden wir unterwegs noch ein). Am ZOB angekommen, wartet das Team schon und stürmt den Bus (der Stress beginnt!). Verpflegung wird verstaut und die Koffer wer- den eingeladen. Einige der jungen Leute kommen natürlich etwas später. Die Begründung: „Wir fahren ja immer so spät los.“ Nachdem nun auch die letzten alles verladen haben, geht es los. Kaum rollt der Bus, schon machen sich die Tänzer über die Ver- pflegung her. Ich werde es nie verstehen … nach fünf Meter Bus- fahrt schon so einen Hunger. Der Busfahrer bittet darum, dass man ihm doch ein bisschen Käse zurücklegen möge. Ab auf die Auto- bahn, die Businsassen haben sich etwas beruhigt, da gibt es schon die nächste Diskussion. Welcher Film wird gesehen? Entweder Zei- chentrick oder Tanzfilm. Der Trainer entscheidet … meistens! So, Film ab, einige schlafen mittlerweile, da meldet sich auch schon der erste Patient. Ein kleines Problem mit der Schulter. Auf die Frage, wie lange das Problem denn schon besteht, erhalte ich die Antwort: „Seit etwa drei Wochen.“ Ich schimpfe ein bisschen und massiere die Schulter im Sitzen. Zwischendurch meldet sich die eine oder andere, um einen Termin zur Massage im Hotel mit mir zu vereinbaren. Es hat sich als günstig erwiesen, die Damen am Frei- tag zu behandeln, da am Samstag zu wenig Zeit ist. Die Herren sind dann am Turniertag dran. Der Film ist noch nicht ganz zu Ende, da haben wir auch schon unsere Pausenraststätte erreicht. 20 Minuten Pause. Aus 20 werden ziemlich schnell 30, aber egal. Aufregen lohnt sich nicht. Es ist schon ein Fortschritt, dass keine der Tänzerinnen mal eben Duschen gegangen ist (in der Truckerdusche). Kein Spruch, alles schon da gewesen. Weiter in Richtung Hotel. Dort angekommen, stürmt die Horde das Foyer, alle wollen so schnell wie möglich einen Zimmerschlüssel. Kurze Diskussion … alles klar. Auch ich habe meinen Zimmer- schlüssel und begebe mich sofort dorthin. Tasche in die Ecke, Mas- sagebank aufstellen, Fernseher an, … jetzt kann die erste kommen, um sich behandeln zu lassen. Aber erst muss ich noch die Eis-Box in die Tiefkühlung geben, sonst hab’ ich am nächsten Tag kein Eis. Drei bis sieben Behandlungen folgen, um ca. 00.00Uhr gehe ich zum Abschluss an die Hotelbar und trinke noch eine Kleinigkeit. Dann ab ins Bett. Samstagmorgen - der Tag des Turniers. Aufstehen, duschen, frühstücken, dann geht’s wieder los. Ich gehe ieser Beitrag soll beschreiben, wie ein Betreuer einer Formation ein Turnierwochenende ver- bringt. Es ist ein beliebiger Freitag vor einem Turnierwochenende. Ich bin zu Hause und plane schon mal im Kopf, was ich packen muss. „Hab ich noch genügend Verbandmaterial, Tape etc.? Wel- che Klamotten brauche ich?“ Und so weiter… Also Sachen packen, Sackkarre raus, Massagebank zusammenklappen, Eis-Box füllen D Der Mann mit der BankEin Tag im Leben eines Spor tphysiotherapeuten einer Lateinfor mation von Heiner Wolken FOTOS LARSHENDRIKVOGEL.COM

Pages