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DANCE STARS Magazin | 02.2011

42 | DanceSta rs | Das Tanzmagazin aus Bremen weitere Altersgruppen mit Weltmeister- schaften adelt. Die Weltmeisterschaft der Senioren III ist die neueste Errungenschaft, die sicher auch wieder Auswirkungen auf den DTV haben wird. Es ist schwer zu ver- mitteln, warum die Senioren III international um den Weltmeistertitel tanzen dürfen und national „nur“ um einen Deutschlandpokal. Neben den Meisterschaften nimmt auch die Zahl der internationalen Großereignisse in Deutschland zu. Auch diese Entwicklung hat man letztendlich dem internationalen Ver- band zu verdanken. Es gibt praktisch keine internationalen „offenen“ Turniere mehr – alles wird zu Weltranglistenturnieren. So haben auch Veranstalter in Deutschland ihre traditionellen Großturniere geöffnet – zum Beispiel Blaues Band in Berlin oder dance- Comp in Wuppertal – oder neue Angebote entwickelt. Und schließlich gibt es noch die Formatio- nen, deren Terminkalender zwar über- schaubar, aber im Lauf der Jahre zumindest für die Berichterstattung umfangreicher ge- worden. Neben der Deutschen Meister- schaft der Standard- und Lateinformationen sind jedes Jahr Europa- und Weltmeister- schaften in beiden Sektionen möglich, so- fern sich Ausrichter finden. In diesem Jahr gab es keine Europamei- sterschaft der Standardfor- mationen, für 2012 hat sich auch noch kein Ausrichter gemeldet. Bis 1990 wurden EM und WM immer ge- meinsam für beide Sektio- nen ausgetragen. Mit der Öffnung des Ostens und der Aufteilung der damali- gen Sowjetunion in viele einzelne Republiken stie- gen die Teilnehmerzahlen so stark an, dass die Sek- tionen getrennt werden mussten. Eine eigene „Sparte“ innerhalb des DTV stellt der Bereich Jazz- und Modern Dance dar, der ebenfalls „in Forma- tion“ auftritt, sich aber ge- rade weiter ausdehnt und neue Wettkampfarten in Anlehnung an internatio- nale Gepflogenheiten in sein Repertoire aufnimmt. Über diese Vielzahl von Er- eignissen muss berichtet werden, wozu auch die schreibwütigste Journali- stin nicht allein in der Lage wäre. Der Deutsche Tanz- sportverband hat bekannt- lich eine „föderalistische“ Struktur, die sich auch auf die Redaktion des Tanz- spiegels erstreckt. In den Landesverbänden gibt es gewählte Pressespreche- rinnen und Pressesprecher, die ehrenamtlich und un- entgeltlich Termine wahr- nehmen und Berichte verfassen. Hinzu kommt ein fester Stamm von Fotografen, die zuverlässig und bei Bedarf auch sehr schnell reichlich – manchmal entschieden zu viel – Bildmaterial liefern. Die Termine für die Berichterstattung werden in der jährlichen Sitzung des Ausschusses für Öf- fentlichkeitsarbeit verteilt, wobei sich die Chefredakteurin zum Leidwesen der Eh- renamtlichen gern die Rosinen herauspickt. Aber die schönste Meisterschaft, die beste Organisation, das Rundumsorglos-Paket für die „Frau Tanzspiegel“ ändern nichts daran, dass hinterher, wenn alle anderen sich von der Veranstaltung erholen, die Ar- beit erst richtig anfängt. Man kann den Be- richt über eine Meisterschaft als „Paraphrasierung von Ergebnislisten“ ver- fassen, wie es der frühere DTV-Pressespre- cher Falko Ritter einmal so treffend genannt hat, man kann über Blumenschmuck, Bür- germeister und Ballgeschehen berichten und nebenbei erwähnen, dass irgendje- mand ein Turnier gewonnen hat. Man kann aber auch ein Turnier wie eine Theaterauf- führung „rezensieren“ und dabei so viele Informationen wie möglich vermitteln und Beurteilungen und Interpretationen von Fachleuten einfließen lassen, die das Ge- schehen bzw. das Ergebnis verständlich machen. Was immer man macht – einigen wird es gefallen, einigen wird es nicht ge- fallen und dem Rest ist es egal. Die meist „gelesene“ Rubrik im Tanzspiegel ist näm- lich der Wettkampfkalender. D e r T a n z s p i e g e l | D a s o f f i z i e l l e Ve r b a n d s o r g a n Der Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit auf seiner jährlichen Tagung im Januar 2011 in Pforzheim. Fotos: Jürgen Dres Tanzspiegel-Chefredakteurin Ulrike Sander-Reis auf den German Open Championships im Gespräch mit dem Juniorenpaar Nikita Schneider/ Jacqueline Joos. Foto: Volker Hey D