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DANCE STARS Magazin | 02.2011

| 19DanceStars | Das Tanzmagazin aus Bremen E i n e l e b e n d e L e g e n d e | M i k h a i l B a r y s h n i k o v Ballet Theatre gedient, als Tänzer und später als Bal- lettdirektor, denn er wollte nicht „wie ein Zirkuspferd“ durch die Welt ziehen und nur gastieren. Natürlich hatte er Glück, in den 70er Jahren erlebte der Tanz in New York eine goldene Zeit, die Galas des ABT wurden wie Hollywood-Premieren gefeiert - und er, der „beste Tänzer seiner Generation“, in einer Liga mit Nijinski, mit Nurejev - mittendrin. Die ganze New Yorker Gesell- schaft stellte sich stunden- lang an, bis immer wieder das Schild ausgehängt wer- den musste, dass die Vor- stellungen mit Misha leider ausverkauft sind. Abends wurde er auf alle New Yorker Parties eingeladen, feierte mit Liza Minelli, Leonard Bernstein, im Studio 54, er wurde hofiert und von der Presse bejubelt. Einmal durfte er sogar live mit Frank Sinatra auftreten, Fran- kie sang „One for my Baby“ mit dem obligatorischen Whiskeyglas auf einem Barstuhl und Misha tanzte dazu. Eine Erinnerung fürs Leben. Natürlich, er hat es zu viel Geld gebracht, Ruhm und Reichtum, wie es nur ganz weni- gen Tänzern vergönnt ist. Vor dem Theatre Chaillot wartet selbstverständlich eine Li- mousine mit Fahrer und Louis Vuitton Ge- päck, obwohl er am liebsten selbst fährt. Gerade ist sein Haus „The Red Barn“ nörd- lich von New York verkauft worden für 3.5 Millionen Dollar. Baryshnikov besitzt meh- rere Immobilien in New York und ein Apart- ment in Paris. Jetzt will man sich verkleinern, die Kinder sind aus dem Haus, gehen aufs College, allein mit seiner Frau Lisa Rinehart, auch Tänzerin, braucht er nicht mehr so viel Platz. Er trennt sich auch von einigen seiner Bilder, schon sehr früh hat er sich für Kunst interessiert und in der Red Barn hat sich viel angesammelt, besonders gerne kaufte er Werke russische Künstler. Vieles soll jetzt gehen, das Geld nutzt er für sein neuestes Projekt, das Baryshnikov Arts Center, das er seit 2005 als Direktor leitet. Es ist ein Raum für Kunst, Tanz, Konzerte, Ausstellung, er för- dert gerne junge Talente. Neue Kunst ist wichtiger, sagt er, als der nostalgische Blick zurück. Ein Vollblut-Tänzer - und noch viel mehr - das ist Mikhail Baryshnikov, der wohl einzige wahre Superstar der Ballettwelt. Ist sich für kein Klischee zu schade - Baryshnikov als Peter Pan mit Super- model Gisele Bundchen. Ein „Schnappschuss” von Annie Leibovitz am Strand . D