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DANCE STARS Magazin | 02.2011

14 | DanceSta rs | Das Tanzmagazin aus Bremen TEXT SUSANNE FROST Der Verwand- lungskünstler E i n e l e b e n d e L e g e n d e | M i k h a i l B a r y s h n i k o v rüher ließen ihn die tiefvioletten Augenringe oft älter wirken, heute scheint er mit seinem ju- gendlichen, selbstironischen Grinsen beinahe alterslos. Vor gar nicht langer Zeit lief er durch die Ein- gangshalle des Pariser Luxuskaufhauses Au Printemps, schmal geworden und ganz grauhaarig, aber kerzengerade, das Kinn immer noch in gewohnter Balletthaltung nach oben gereckt. Da hat er gerade ge- probt für sein neues Theaterstück „In Paris“ - auf Französisch. Sprache ist für ihn keine Barriere, für ihn, der noch nie Grenzen ak- zeptiert hat, weder geographische noch po- litische. Geradezu legendär ist heute die Geschichte, wie er während einer Tournee mit dem damals sovjet-russischen Kirov- Ballett Hals über Kopf über die kanadische Grenze floh, um auch einmal Balanchine zu tanzen. In Amerika fand er die ersehnte Freiheit, seine Kreativität und Darstellungsfreude in alle erdenklichen Richtungen sprudeln zu lassen. Ein erster Ausflug ins Filmgeschäft - „Turning Point“ an der Seite von Shirley MacLaine - brachte ihm gleich eine Oscar- nominierung ein. Es scheint, als würde alles, was er anfasst, zu Gold: ein Emmy für „Ba- ryshnikow on Broadway“, ein Tony für „Me- tamorphosis“. Und einmal schaffte er es sogar auf People Magazine‘s „Sexiest Man at every Age“-Liste. Er hat eine eigene Modelinie, einen eigenen Duft, besitzt ein Restaurant und sitzt bei Talkmaster Larry King auf der Couch. Letz- tes Jahr stand er wieder vor der Kamera, mit 63, für einen Arthouse Tanzfilm mit Super- model Kate Moss als Tanzpartnerin, die F Der My thos einer lebenden Legende - Mi khai l Baryshni kov